Leserbrief zu „Keine freie Fahrt mehr von Kreisel zu Kreisel?“, IZ vom 16.5.2018

Mutig und Weitsichtig

Der Parlaments-Antrag von Bündnis 90/DIE GRÜNEN auf Prüfung von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen/Sperrung des Verkehrs zwischen dem Fresenius- und dem VR-Kreisel  ist nicht nur sinnvoll,  sondern auch eine dankenswerterweise mutige und weitsichtige Initiative.

Es sei daran erinnert, dass die nunmehr in Ausschüssen und Parlament andiskutierte Überlegung ihren Ursprung in einem Konzept der Arbeitsgruppe Verkehr der BI Idstein „Meine Altstadt“  zur Verbesserung des Verkehrsgeschehens in der Kernstadt  hat. Dieses  wurde vor über einem Jahr 18 Mandatsträgern aller Fraktionen vorgestellt und fand bei diesen  große Beachtung.

Von der Frage ausgehend, wie sich der Verkehr in der Innenstadt kurz- bis mittelfristig entwickeln soll und in welcher Stadt – verkehrstechnisch betrachtet – die“ Idsteiner“ künftig leben wollen, zeigt das Konzept auf, wie eine Neugestaltung des innerörtlichen Straßenraumes und der Verkehrsführung künftig aussehen könnte. Hierbei stellt die vorgenannte Vollsperrung für den Durchgangsverkehr einen  – von zahlreich gemachten und realisierbaren Vorschlägen/Einzelmaßnahmen  –  wichtigen Aspekt dar. Grundsätzlich gilt es einerseits einen Spagat zwischen guter Erreichbarkeit des Zentrums für den „Zielverkehr“ hinzubekommen und andererseits  den „Querungs-/Durchgangsverkehr“ aus diesem herauszuhalten, um den Stadtkern attraktiver  machen zu können.

Zu wünschen ist, dass die politischen Entscheidungsträger unserer Stadt dieses so wichtige Thema nunmehr mutig, kraftvoll, zeitnah (andere Städte machen es vor) und „ parteiübergreifend“ angehen. Zu Letzterem hat die SPD-Fraktion erfreulicherweise den Anfang gemacht. Auf ihr Drängen hin, hat die Stadt zugesichert, dass  die BI-Vorschläge  zur „positiven Beeinflussung der Verkehrsstrukturen in der Innenstadt“ bei der Erstellung des beauftragten Verkehrskonzeptes berücksichtigt werden.

Clauss Tiemeyer für die AG Verkehr

in der BI Idstein „Meine Altstadt“