Direktorenwiese vor dem Aus?

Direktorenwiese vor dem AUS?

 

Diesen Eindruck konnten die Bürger anläßlich der letzten Bau- und Planungsauschuss-Sitzung der Stadt gewinnen. Hierbei wurde eine geänderte bauliche Zielplanung durch die Geschäftsführerin der Vitos Teilhabe gGmbH, Edeltraud Krämer, vorgestellt. Hinsichtlich des vorgesehenen Bebauungsgrundstücks wurde dieses als alternativlos bezeichnet und andere Standorte abgelehnt.

 

Was ist geplant?

 

Die Vitos Teilhabe gGmbH (ehemals Kalmenhof), eine Tochtergesellschaft der Vitos GmbH (LWV Hessen), plant auf einem Teil der Direktorenwiese/Kalmenhofparks im Rahmen der Behindertenhilfe die Errichtung eines Neubaus und ist bereit, hierfür einen Teil des Parks zu opfern und gegebenenfalls auch weitere Parkbereiche an Investoren zu veräußern.

 Was macht die Direktorenwiese so wichtig?

 Die Direktorenwiese hat sowohl bei Kindern- und Jugendlichen der Behindertenhilfe als auch bei der Idsteiner Bevölkerung einen hohen Stellenwert. Sie stellt einen elementaren Teil der Idsteiner grünen Lunge mit einem alten, aber kerngesunden Kastanienbestand da. Ausserdem ist sie eine tägliche Begegnungsstätte von jungen Bewohnern und Kindern der Umgebung, die sich zum Ballspielen treffen. Das ist gelebte Inklusion, ohne Bevormundung. Aufgrund dieser Bedeutung hatte die Stadtverodnetenversammlung bereits einen Beschluss gefasst, auf diesem Areal keine Bebauung zuzulassen, konnte sich vor Gericht aber nicht durchsetzen, so dass sie heute nur auf die Baumaske Einfluss nehmen kann.

 Warum ist diese Art der eigensüchtigen Planung besonders ärgerlich?

 Vitos als Tochterunternehmen des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen wird von den Landkreisen und kreisfreien Städten getragen und ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Letzteres schließt auch bei Investitionsentscheidungen ein gutes Einvernehmen mit der Kommunalpolitik und den Bürgern des jeweiligen Standortes ein. Kurzum: keine Bebauung, Erhalt des Parks und seiner für die Stadt ökologischen Funktion, Öffnung/Zugang der Parkflächen für die Idsteiner Bevölkerung bei gleichzeitiger Inklusion der Heimbewohner.

Angesichts der in Idstein zahlreich vorhandenen Liegenschaften des LWV sollte es möglich sein, einen alternativen Standort ausserhalb des Parks zu finden.