Bauvorhaben Hoeherhof

Bauvoranfrage Höerhof

Was bedeutet die Umwidmung von bestehendem Wohngebiet in ein Mischgebiet ?

 

 

Ausgangslage:

Die Betreiber des Hotel/Restaurant „Höerhof“ möchten ihren Hotelbetrieb um ca. 50 Betten erweitern.

Ein entsprechend großer Anbau soll unmittelbar neben dem historischen Hotelgebäude errichtet werden.

Das sehr schöne und wertvolle Gebäude, ein Publikumsmagnet für alle Besucher und Touristen, liegt in einem besonderen Wohngebiet, in dem auch die Altstadtsatzung gilt. Grundsätzlich ist die Erweiterung des Hotels in einem besonderen Wohngebiet möglich.
Bebauungsplanänderung aus dem Nichts:

 

Ohne erkennbare Erfordernis ist nun eine Änderung des Bebauungsplans für das Gebiet Höerhof/Altstadtgärten zu einem Mischgebiet

(50/50 Gewerbe-/Wohngebiet) beschlossen worden.

 

Daraus ergeben sich weitreichende Folgen:

 

  • Ansiedlung von Gewerbebetrieben auf dem umliegenden Gelände, um die erforderlichen 50% zu erreichen. Dies bedeutet in der Folge auch weniger Platz für neue Wohngebäude.
  • Auf Wohngebiete ausgerichtete Lärmschutzwerte fallen innerhalb des Bebauungsplanes weg. Dafür ist eine deutlich lautere Beschallung der Nachbarschaft durch Handwerksbetriebe, sowie durch die auf dem neuen Hotelanbau geplante Dachterrasse mit Bar, zu erwarten. Bauliche Vorkehrungen zum Schutz der angrenzenden Altstadtbebauung und dem gegenüberliegenden Gänsberg wurden nicht beschlossen.
  • eine verstärkte Belästigung der Anwohner durch LKW-Verkehr, z. B. Müllwagen und Anlieferverkehr, sowie wesentlich erhöhte PKW-Frequenz durch die neue Hotelgröße ist zu erwarten.Welchen Vorteil Politiker und Verwaltung darin sehen ist der BI schleierhaft! Hat es mit einer insgeheim schon geplanten Bebauung der angrenzenden Altstadtgärten zu tun?

 

  • Wird somit die Wohnqualität der Idsteiner Bürger erneut außer Acht gelassen? Nur, um das attraktive, gewinnbringende Areal interessierten Investoren zu öffnen? Weitere Ungereimtheiten und Risiken:
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  • Eine Tiefgarage für die benötigten PKW-Stellplätze wurde nicht geprüft, obwohl der Faulschiefer leicht auszubaggern wäre. Stattdessen wird ein hoher Flächenverbrauch für Außenparkplätze festgeschrieben.
  • In der Folge der nun eingeleiteten Verfahrensweise verlieren die Altstadtgärten und Teile des Escher Bogens ihren Status als erhaltenswertes Biotop !!!
  • Es gibt keine der Öffentlichkeit bekannten Bauplanungen, d. h., insbesondere keine Festlegung für Kubatur und Gestaltung des „Anbaus“. Ist also erneut ein Block à la „Hoch 7“ zu erwarten?
  • was passiert, wenn die Höerhofbesitzer (gegen alle Nachbarn und Bürger Idsteins) ihren Freiraum für die Planung nutzen, um dann das Objekt an einen Investor zu verkaufen, der mit viel Geld die planerischen Grenzen (z. B. +100 Betten oder noch mehr) voll ausreizt? Daraus ergeben sich vier Forderungen der BI:
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  • der Höerhof und die Obergasse als Kernteil der Altstadt müssen auch weiterhin den Schutz der Altstadtsatzung genießen; das Wohngebiet ist unantastbar!
  • der Flächenverbrauch sollte durch den Bau einer Tiefgarage minimiert werden!
  • das neue Gebäude muss zur Erhaltung des Erscheinungsbildes der Altstadt an den historischen Höerhof angepasst werden!
  • die Stadt sollte die Betroffenen (Höerhof und Nachbarn) an einen Tisch bringen, um eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten! Es ist noch nicht zu spät. Helfen Sie mit und lassen sie uns für eine Lösung im Interesse der Altstadt und aller Idsteiner Bürger eintreten.

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