Bauvorhaben Marktplatz / Escher Str

Kommentar:

Kommunikationsstand der BI am 15.04.2017

 

Wie immer haben wir unseren Kommunikationsstand in der Löhergasse aufgebaut; nur diesmal war Ostersamstag und da hat die CDU gleich nebenan ihre Ostereier verteilt. Die BI hat sich ganz auf das Bücherprojekt Escher Strasse/Marktplatz 6 konzentriert und mit dem Slogan „keine faulen Eier ins Osternest!“ die Passanten angesprochen. Nicht jeder bei der CDU fand das lustig. Aber wir haben sehr deutlich darauf hingewiesen, dass CDU und SPD die einzigen sind, die dieses Projekt in der vorgestellten Form wollen und zusammen die notwendige Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung besitzen.

 

Wir haben unsere VORHER/NACHHER-Bilder gezeigt und konnten eine ganze Reihe von intensiven Gesprächen führen. Die Ablehnungsrate des Projekts lag bei fast 100%. So eindeutig waren die Meinungsäusserungen in der Vergangenheit nicht. Es zeigte sich eine zunehmende Verdrossenheit und ein Frust auf die beiden grossen Parteien, die so gar kein Gefühl für das schützenswerte Altstadtbild zu besitzen scheinen und die scheibchenweise (projektweise) unsere Altstadtatmosphäre vor die Hunde gehen lassen. Den engagierten Standbesuchern haben wir geraten, eine entsprechende Mail an CDU und SPD zu schicken, um den Frust zu artikulieren und Druck aufzubauen. Denn die endgültige Entscheidung fällt erst im Mai.

Neue Fotos und Gegenüberstellungen

Neue Fotos und Gegenüberstellungen

 

Thesen zur Attraktivierung der Idsteiner Altstadt

Thesen zur Attraktivierung der Idsteiner Altstadt

  1. Idstein braucht ein integratives Gesamtkonzept für die Altstadt, das realisierbare Maßnahmen für Architektur, Nahversorgung, Tourismus und die Infrastruktur (Verkehr, Parkplätze!) beschreibt.
  2. Idstein braucht Zeit, um das Konzept zu entwickeln, d.h. keine Schnellschüsse für Baugenehmigungen, sondern ein Moratorium – einen Stopp zum Nachdenken, Konzeptionieren und Planen.
  3. Idstein braucht ein professionelles, ganzheitliches Vorgehen, d.h. ein Stadtmarketing, das alle Interessengruppen an einen Tisch holt, aus dem Konzept einen Plan erstellt und die Umsetzung operativ unterstützt.
  4. Das historische Stadtbild muss erhalten bleiben und darf nicht durch Charakter-Verfremdendes ergänzt oder verbaut werden
  5. Die Bebauung muss optisch angemessen kleinteilig erfolgen, d.h. kein massiver Baukörper über eine zur Verfügung stehende Gesamtfläche, aber zusammengefasste Einheiten hinter „Historisierenden“ Fassaden sind denkbar.
  6. Alle Bauvorhaben mit möglicher Auswirkung auf den Altstadtcharakter müssen als verbindliches Modell oder CAD-Simulation vor politischer Entscheidung für alle nachvollziehbar visualisiert werden.
  7. Idstein-Kern braucht einen attraktiven Einzelhandel passend zum Gesamtkonzept, aber keine „Magneten“, die genauso schnell wieder gehen wie sie kommen.
  8. Idstein-Kern braucht keine weitere Lebensmittelkette denn die Nahversorgung ist durch Wochenmarkt, Bio-Anbieter, Supermärkte und Discounter breit und vielfältig.
  9. Der Busbahnhof wird nur im Sinne einer guten, bürgerkonsensfähigen Idee umgestaltet, die integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts ist; die Suche nach einem Investor wird dem Konzept nachgeordnet, nicht umgekehrt.
  10. Eine mögliche Umgestaltung des Busbahnhofs darf die städtischen Finanzen nicht unverhältnismäßig belasten und für die Zukunft keine Risiken beinhalten.

Die Arbeitsgruppen unserer Organisation

AG Tourismus

  • Alle Möglichkeiten der Förderung und des Ausbaus dieses für Idstein zentral wichtigen Sektors werden beleuchtet und initiiert, z.B.:
    • Konzeptionelle Kooperation von Gastronomen und Hoteliers gewonnen
    • Die örtlichen Sportvereine und – Anbieter (z.B.: Golfclub) zur aktiven Beteiligung am Gesamtkonzept eingeladen,
    • Die Erstellung von virtuellen Stadtrundgängen geplant und operative Unterstützung   bei der Umsetzung gewähr

AG (Alt-) Stadtentwicklung

  • Kritische Beobachtung der aktuellen Bauplanungen
  • Entwicklung eines Szenarios für eine Kleinmarkthalle (neben Busbahnhof),
  • Dekorative Beschreibungen (Glastafeln) zur Anbringung an historischen Gebäuden konzipiert

AG Verkehr

  • Unter Berücksichtigung der integrativen Stadtentwicklung und vorhandener Verkehrsstrukturen und –Notwendigkeiten werden erforderliche Veränderungen für den „ruhenden“ und “fließenden“ Verkehr konzeptionell ausgearbeitet aufgezeigt

 

Unsere BI-Kurzgeschichte

Die Bürgerinitiative Idstein „MEINE ALTSTADT“ (BI) wurde 2012 aus Protest gegen die Planung eines großflächigen Einkaufcenters in der Altstadt gegründet. Dieses konnte mit der Sammlung von 2500 Unterschriften erfolgreich verhindert werden.

Danach hat sich die BI für eine Belebung der Idsteiner Altstadt stark gemacht und einen Runden Tisch ins Leben gerufen. Ergebnis war unser „Grobkonzept zur kurz- und mittelfristigen Attraktivierung der Idsteiner Altstadt“ mit einem konkreten „55-Punkte-Programm“ – bis heute das einzige Altstadtkonzept, dessen Kernaussagen weiterhin gültig sind.

Parallel engagierte sich die BI in vier Arbeitsgruppen der städtischen „Projektgruppe Tourismus“ deren durchaus relevante Ergebnisse vom Bürgermeister Krum (als Auftraggeber) nie veröffentlicht wurden. Das änderte sich auch unter dem neuem Bürgermeister Herfurth nicht.

Die BI zog daraus die Konsequenz und startete eine Kommunikationsoffensive mit Kommunikationsständen, einer Homepage mit facebook-link und einem Diskussionsforum.

Erhalt und Belebung unserer schönen, touristisch wichtigen (und damit haushalts-relevanten!) Altstadt bleiben dennoch zentrales Anliegen und Aktivitätsschwerpunkt der BI, im Sinne aller, und unter tatkräftiger Mitwirkung möglichst vieler Idsteiner. Dies nicht nur, weil seit 2015 wieder etliche altstadtrelevante Bauprojekte für Zündstoff sorgen, denen wichtige Sichtachsen und Panoramen sowie alter Baumbestand geopfert wurden – oder werden sollen.

Die BI engagiert sich mit konkreten Ideen, Konzepten und Handlungsansätzen für einen realisierbaren Masterplan, der sowohl eine altstadtgerechte Architektur, die Verkehrs- und Parkplatzsituationen, Grünflächen, Restaurations- und Einkaufsangebot als auch die Entwicklung des Tourismus aufeinander abgestimmt.

 

 

Gemeinsam – Kritisch – Kontruktiv

Für die Zukunft unserer (Alt-)Stadt

mögliches Verkehrskonzept

Am 8.2.2017 fand im Felsenkeller eine Veranstaltung der BI – „Meine Altstadt“ statt.

Es wurde vor 18 Stadtverordneten und einer Journalistin ein mögliches Verkehrskonzept vorgestellt.

Es waren von allen Fraktionen mindestens ein Teilnehmer anwesend.

Der Grund warum sich Mitglieder der BI Gedanken über ein Verkehrskonzept gemacht haben, war:

  • Tägliche Staus in der Rushhour
  • Knappe Parkplatzsituation
  • Mögliche Teilsperrung der Wiesbadener Strasse durch Abriss und Bauarbeiten
  • Aussicht auf höheres Verkehrsaufkommen in Zukunft

Weiterer Aspekt war die Innenstadt attraktiver zu machen.

Zuerst wurde den Teilnehmer die derzeitige Lage geschildert.

Die Vortrag wurde von Herren Steinke, Duy , Tiemeyer und Wolle vorgestellt.

Das Resümee ist:

Die Tellnehmer haben die Veranstaltung sehr positiv aufgenommen.

Sie waren beeindruckt über die detaillierte Ausarbeitung

Es gab überwiegend positives Feedback

Die Teilnehmer nehmen die Vorschläge als Denkanstöße für weiteres Handeln mit

Ein Vorschlag aus dem Teilnehmerkreis war es, einen Test eines Teilstücks der Wiesbadener Strasse (vom Fresenius Kreisel bis zum VR Bank Kreisel) während eines Stadtfestes durchzuführen, um zu testen wie eine solche Sperrung angenommen wird.

Eine detaillierte Schilderung wird demnächst hier veröffentlicht.

Einbahnstrassenlösung
erweiterte Füßgängerzone
Verkehrsberuhigter Bereich